festsitzende Spange
herausnehmbare Spange
Kieferorthopädische Praxis Peter Bookhold
 
 
Unsere Behandlung mit festsitzender Spange
 
   
-Was ist eine festsitzende Zahnspange?
-Was sind Brackets, Bänder, Röhrchen und Bögen?
-Moderner Standard: Selbstligierende Brackets
-Was zeichnet das DAMON-System aus?
-Neue Technologie: Insignia
-Gibt es weniger auffallende Brackets?
-Werden die Zähne durch das Bekleben mit Brackets beschädigt?
-Kann man mit Brackets alles essen?
-Das Herbst® Scharnier
-Verankerung mit Minischrauben
-Wie lange dauert die Behandlung?

 

 

Was ist eine festsitzende Zahnspange?

Festsitzend bedeutet, dass die kieferorthopädische Apparatur fest im Mund des Patienten angebracht ist. Das können zum Beispiel eine Multibandapparatur mit Brackets oder auch ein sogenanntes Herbst® Scharnier.Der Vorteil einer festsitzenden Apparatur ist, dass die nötigen Kräfte, z. B. zur Zahnbewegung, kontinuierlich über 24 h wirken können und dadurch die Therapiedauer im Vergleich zur herausnehmbaren Therapie kürzer ist. Ferner ist die Methode sehr präzise und besonders gut planbar.

 
  
Was sind Brackets, Bänder, Röhrchen und Bögen?

Brackets sind kleine Präzisions-Führungsschienen, i.A. aus medizinischem Edelstahl, die direkt auf die Zähne geklebt werden. Durch einen Schlitz (Slot) läuft ein spezieller Drahtbogen, der dann über die Brackets die gewünschten Kräfte auf die Zähne in alle räumlichen Richtungen ausübt. Brackets gibt es in sehr unterschiedlichen Formen, Größen und Materialien. Die Entscheidung, welches Bracket bei Ihnen eingesetzt wird, hängt neben den therapeutischen Notwendigkeiten auch von Ihren Ansprüchen an den Behandlungskomfort, die Ästhetik oder auch die Bioverträglichkeit ab.
Brackets werden nur für die Front- und Seitenzähne benutzt. An den Backenzähnen wird der Bogen in sogenannten Röhrchen geführt und befestigt. Diese Röhrchen werden entweder direkt auf die Außenseite der Backenzähne geklebt, oder auf einen Metallring (Band) geschweißt. Dieses Band wird vorher an die spezielle Zahnform angepaßt. Dadurch wird eine maximale Stabilität und Verbundfestigkeit erreicht. Das ist wichtig, da oftmals im hinteren Bereich höhere Kräfte wirken. Zudem können Zusatzapparaturen hier verankert werden.
Bögen gibt es ebenfalls in verschiedenen Größen, Querschnitten und Materialien. Sie werden während der Behandlung mehrfach ausgetauscht und entsprechend des Behandlungsfortschrittes individuell angepasst.

 
  
Moderner Standard: Selbstligierende Brackets

Bei herkömmlichen Brackets wird der Bogen i.A. mittels Gummi- oder Drahtringen (Ligaturen) im Schlitz des Brackets gehalten. Hierbei treten während der Tragezeit oft unerwünschte Reibungskräfte an den Verbindungsstellen auf, die das Behandlungsergebnis beeinflussen. Moderne Weiterentwicklungen dieser Brackets sind selbstligierende Systeme. Ein ins Bracket integrierter Mechanismus(Clip, Türchen) hält hier den Bogen im Bracket und minimiert so die Reibungskräfte und unerwünschte Nebeneffekte. Zudem wird der Tragekomfort für den Patienten verbessert und die Mundhygiene erleichtert. In unserer Praxis werden wegen der genannten Vorzüge standardmäßig selbstligierende Bracketsysteme verwendet.

 
  
Was zeichnet das DAMON-System aus?

Das DAMON-System ist ein spezielles selbstligierendes Behandlungssystem. Brackets, Röhrchen und Bögen sind hier vorprogrammiert aufeinander abgestimmt. Damit werden die auf die Zähne wirkenden Kräfte minimiert und besonders schonend und gleichmäßig verteilt. Diese Apparatur wirkt sehr effizient, unerwünschte Reibungskräfte werden weitgehend vermieden. Dies verbessert den Tragekomfort, die Beschwerden am Anfang der Behandlung werden deutlich reduziert und die Behandlungszeit i.A. verkürzt.

 
  
Neue Technologie: Insignia

Ausgehend von einem 3D-Modell der Zähne und Kiefer wird für hierbei für jeden Patienten eine individuelle, vorprogrammierte Zahnspange in den USA geplant und angefertigt. Der Behandlungverlauf und das optimale Ergebnis können virtuell vorab betrachtet werden.

 
  
Gibt es weniger auffallende Brackets?

Zahnfarbene Brackets:
Neben den Metallbrackets gibt es auch Bracketsysteme aus zahnfarbenen Materialien wie Kunststoff oder Keramik. Hinsichtlich Präzision, Stabilität und Farbtreue sind hier die Keramikbrackets im Vorteil. Oft genügt auch ein Einsatz im sichtbaren Bereich.

Lingualtechnik:
Diese festsitzende Apparatur wird an die Rückseite der Zähne geklebt, damit ist sie für andere nicht sichtbar. Diese Therapieform ist aufwendiger als die klassische Therapie, bietet aber große Vorteile bei der Ästhetik.

 
  
Werden die Zähne durch das Bekleben mit Brackets beschädigt?

Nein. Vor dem Bekleben wird der Zahn oberflächlich konditioniert, damit die Brackets sicher kleben. Nach Abnahme der Brackets kann der Kleber rückstandslos entfernt werden.

 
  
Kann man mit Brackets alles essen?

Im Prinzip ja. Aber klebrige Süßigkeiten können sich in den Brackets verfangen und die Zahnspange beschädigen. Ebenso ist Vorsicht bei harten Lebensmitteln geboten. Der Süßigkeitskonsum sollte, um Zahnschäden zu vermeiden, kontrolliert erfolgen.

 
  
Das Herbst® Scharnier

Das Herbst® Scharnier ist eine kieferorthopädische Apparatur, die fest im Mund des Patienten eingebaut wird. Sie wurde nach dem Erfinder benannt. Das Herbst® Scharnier wird dazu benutzt, den Unterkiefer in die gewünschte ideale Position zu bringen, sodass die Zähne der Ober- und Unterkiefer wieder optimal ineinander greifen können.

 
  
Verankerung mit Minischrauben

Eine neue, sehr effektive und patientenfreundliche Behandlungsmethode ist die Zahnbewegung mit Hilfe eines festen Verankerungspunktes für die klassische kieferorthopädische Apparatur außerhalb des Zahnbogens. Um einen solchen Verankerungspunkt zu schaffen, wird für kurze Zeit (ca. 6 Monate) eine Minischraube (auch Pin genannt) zwischen die Wurzeln zweier jeweils benachbarter Zähne eingedreht. Mit dieser Methode lassen sich Lücken, z.B. bei nichtangelegten Zähnen, auch asymmetrisch, d.h. ohne Ausgleichs- und Gegenextraktionen weiterer Zähne, schließen. Minischrauben sind bei Jugendlichen und Erwachsenen anwendbar.

 
  
Wie lange dauert die Behandlung?

Das hängt ganz von der jeweiligen Ausgangslage und dem Schwierigkeitsgrad der Behandlung ab. Als erste Orientierung ist ein Zeitraum von 2 1/2 bis 3 1/2 Jahren realistisch.